Hallo, ich bin's, die Paula! Ich wollte mich mal bei all meinen griechischen Freunden melden und allen Menschen, die mich auf meiner Reise begleitet haben.
Am 21. Dezember 2011 bin ich nach Mönchengladbach zu meinem Frauchen gezogen. Ja, ich habe jetzt ein eigenes Frauchen! Seitdem heiße ich auch Maxi.
Am Anfang war ich ja skeptisch, was mich nun erwartet, denn genau wie Ihr alle habe ich keine guten Erfahrungen gemacht bisher...
Aber ich sage Euch: ich habe jetzt nicht nur ein Frauchen. Ich habe ein großes, weiches Körbchen, und im Herbst und Winter liegt ein Federbett darin. Ein Stofftier habe ich
auch. Dem habe ich gleich mal ein Ohr halb abgekaut, hi, hi. Ich darf mich in Frauchens Bett legen, wann ich will, und am Wochenende kuschel ich morgens immer noch
mit ihr, bevor wir ins Feld gehen. Auf die Couch darf ich auch. Da ratze ich abends immer auf dem Rücken liegend und grinse vor mich hin, während ich gekrault werde.
Ich habe drei eigene Näpfe und immer genug Wasser und Futter. Nicht nur das: ich bekomme auch jede Menge Leckerchen ganz für mich alleine, ohne daß ich betteln oder
darum kämpfen muß. Das gefällt mir!
Spielzeug habe ich auch, aber ich weiß noch nicht viel damit anzufangen. Das muß Frauchen mir erst beibringen.
Hier in meinem neuen Zuhause habe ich auch viele Spielkameraden gefunden. Tagsüber gehe ich ja zu einer Tagesmutter. Da gehe ich auch gerne hin und habe keine
Angst mehr vor ihr oder ihrem Mann. Eigentlich hatte ich die schon nach einem Tag nicht mehr, weil ich gesehen habe, daß es mir dort auch gut geht. Mit ihrem Hund Pico
spiele ich immer. Der legt mir ein Tau vor die Nase, und jeder zieht an einem Ende. Er versucht auch immer, mir die Ohren zu piercen... Bonnie ist schon 14 Jahre alt, daher
schaut sie uns nur beim Spielen zu.
Abends treffen Frauchen und ich uns dann mit der "Gassi-Gang". Da gehen Sina, Ben, Fee und Buffy mit. Mit denen verstehe ich mich gut, aber vor allem mit Fee rangel ich
immer im Feld herum, weil wir sehen wollen, wer die Stärkere ist. (Frauchen flucht dann immer, weil ich ja noch an der Leine laufen, während die meisten anderen frei
rennen. Sie muß dann immer mit mir ins Feld hüpfen, und weil ich ziehe, ist das anstrengend.)
Die Menschen von meinen neuen Kumpels mag ich auch. Ich war anfangs sehr vorsichtig, aber wenn ich jemanden mehrmals sehe, legt sich das. Vor allem habe ich
schnell begriffen, daß die Leute hier immer etwas Leckeres in den Taschen haben und auch bereit sind, uns Hunden das zu geben. Manche sehe ich daher an und lecke mir
schon mal vorsorglich die Lippen. Bereit sein ist alles.
Bei ganz fremden Menschen, die uns ohne Hund entgegenkommen, gehe ich immer vorsichtshalber ins Feld rein, aber schon nicht mehr ganz so weit wie am Anfang. Die
meisten ignorieren mich sowieso, und getan hat mir noch niemand was. Wenn uns jemand mit Hund entgegenkommt, habe ich mehr Interesse an dem Hund, und Menschen
mit Hund können ja auch nicht so schlimm sein, oder?
Was ich nicht leiden kann sind Kinderwagen, Sackkarren oder Rollatoren. Die machen mir Angst. Dafür nehme ich aber Gewitter, Sturm und Silvester gelassen hin. Und
nachdem Frauchen mich dreimal ins Auto gehievt hat, habe ich beim vierten Mal gedacht, ich mache es ihr leichter und springe von selbst in den Kofferraum. Da hat sie
nicht schlecht gestaunt! Im Kofferraum fährt es sich aber auch gut. Ich werde angeschnallt und liege auf weichen Decken, die Hutablage ist selbstverständlich ab.
Ich habe sogar schon einen eigenen Aufkleber auf dem Auto. Einen roten Knochen. Auf dem steht "Maxi op jück". Ich sollte besser gut auf diesen Aufkleber achten, denn
einmal bin ich gesprungen, obwohl Frauchen den Kofferraum noch gar nicht aufgemacht hatte...
Tja, inzwischen mache ich auch schon mal "Sitz" auf Kommando. Ich kenne auch "Körbchen", "Pipi machen gehen", "was Leckeres", "Maxi nein!", "raus da" und "hier
gehen", aber ich muß noch so viel mehr lernen... Eines Tages möchte ich ja auch ohne Leine laufen und Fee Beine machen. Dann kann ich ihr endlich zeigen, wer von uns
beiden der Boss ist!
Dafür muß ich aber erst zur Schule gehen, sagt Frauchen.
Die Schule fängt nächsten Samstag an. So, wie ich verstanden habe, darf ich auch zwischendurch mit den anderen Hunden dort spielen, aber vor allem soll ich lernen. Ich
denke, ich werde mich anstrengen, denn Frauchen ist sehr gut zu mir und hat mich lieb. Hier darf ich endlich richtig Hund sein. Dafür will ich sie auch belohnen. (Und
außerdem will ich irgendwann frei spielen können, hö,hö!)
So, ich muß jetzt noch etwas dösen, bevor wir uns nachher mit unserer Gang treffen. Immerhin bin ich schon drei Runden ums Feld gelaufen, das ist auch für mich
anstrengend. Alles ist so neu und aufregend!
Ich hoffe, daß meine griechischen Freunde auch bald alle ein schönes Zuhause finden und erfahren was es heißt, geliebt zu werden. Hier wird niemand gehauen, getreten
oder verjagt!
Macht es gut,
Eure Maxi